Digitale Speisekarte in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Kurz gesagt: menuQR funktioniert für jeden Gastronomiebetrieb im DACH-Raum gleich: PDF-Speisekarte hochladen, QR-Code drucken, Karte jederzeit aktualisieren. Unterschiede gibt es vor allem bei den Pflichtangaben – wie Allergene angegeben werden, ob die Herkunft von Fleisch deklariert werden muss und welche Preisaushänge gelten. Diese Seite fasst die wichtigsten Punkte je Land zusammen und verlinkt auf Praxisseiten für einzelne Städte.

Pflichtangaben im Ländervergleich

ThemaDeutschlandÖsterreichSchweiz
Rechtsgrundlage AllergeneLMIV + LMIDVLMIV + AllergeninformationsverordnungLebensmittelinformationsverordnung (LIV)
Mündliche Allergenauskunftzulässig mit schriftlicher Dokumentation und Hinweis daraufzulässig mit Hinweis und geschultem Personalzulässig mit schriftlichem Hinweis darauf
Übliche Kennzeichnungfrei wählbar (Ziffern/Buchstaben + Legende)Buchstabencodes A–R verbreitetfrei wählbar
BesonderheitPreisverzeichnis neben dem Eingang (PAngV)Preisauszeichnung nach PreisauszeichnungsgesetzHerkunft von Fleisch schriftlich angeben
Währung auf der KarteEuroEuroSchweizer Franken

Vereinfachte Übersicht, Stand Oktober 2026. Im Zweifel bei DEHOGA/IHK, WKO bzw. GastroSuisse oder der zuständigen Lebensmittelkontrolle nachfragen.

Praxisseiten nach Stadt

Für diese Städte haben wir zusammengestellt, welche Betriebsformen, Saisons und Gästegruppen den Einsatz einer QR-Code-Speisekarte prägen:

  1. Wien

    Lange Kaffeehauskarten, Heurige mit wechselnden Ausschank-Zeiten, Schanigärten und Allergencodes A–R.

  2. Zürich

    Mehrsprachige Gäste, täglich wechselnde Mittagsmenüs, Sommerbetriebe am See und Preise in Franken.

  3. Berlin

    Englischsprachige Gäste und Teams, Brunch am Wochenende, Street-Food-Märkte und Pop-ups.

  4. Düsseldorf

    Altbier-Kneipen an der längsten Theke der Welt, Karten auf Japanisch, Messe-Gäste und Terrassen am Rhein.

  5. Frankfurt am Main

    Apfelweinwirtschaften mit erklärungsbedürftigen Klassikern, Business-Lunch im Bankenviertel und Messe-Wochen.

  6. Hamburg

    Fang des Tages, Pre-Theater-Menüs vor dem Musical, Strandbars an der Elbe und Kreuzfahrtgäste.

  7. Köln

    Brauhaus-Klassiker mit kölschen Namen, Karnevalssession, Messe-Wochen und Gäste aus den Niederlanden und Belgien.

  8. München

    Biergärten mit weiten Wegen, Saisonkarten von Starkbierzeit bis Christkindlmarkt und viele Messe- und Wiesn-Gäste.

Die Regeln je Land im Detail

Was in Deutschland für digitale Speisekarten gilt

  • Allergene: Die 14 Hauptallergene nach LMIV müssen auch bei loser Ware – also bei Gerichten im Restaurant – angegeben werden. Nach der LMIDV ist eine mündliche Auskunft zulässig, wenn eine schriftliche Dokumentation vorliegt und Gäste darauf hingewiesen werden.
  • Preisaushang: Die Preisangabenverordnung verlangt in Gaststätten ein Preisverzeichnis neben dem Eingang. Ein QR-Code ersetzt diesen Preisaushang nicht, kann ihn aber ergänzen.
  • Zusatzstoffe: Kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe (Zusatzstoffkennzeichnung) gehören auch in die digitale Karte. menuQR zeigt Ihr PDF genau so an, wie Sie es hochladen.

Was in Österreich für digitale Speisekarten gilt

  • Allergene: Die Allergeninformationsverordnung regelt die Angabe der 14 Hauptallergene bei unverpackten Speisen. Die Information kann schriftlich oder – mit deutlichem Hinweis und geschultem Personal – mündlich erfolgen. Verbreitet sind die Buchstabencodes A–R mit Legende.
  • Preise: Preise für Speisen und Getränke müssen nach dem Preisauszeichnungsgesetz für Gäste gut erkennbar sein. Eine gedruckte Karte auf Nachfrage ist für Gäste ohne Smartphone in jedem Fall sinnvoll.
  • Darstellung: menuQR zeigt Ihr PDF unverändert an – Allergencodes, Legende und Preise bleiben so, wie Sie sie gestaltet haben.

Was in der Schweiz für digitale Speisekarten gilt

  • Allergene: Nach der Lebensmittelinformationsverordnung (LIV) müssen Allergene auch bei offen abgegebenen Speisen deklariert werden. Eine mündliche Auskunft ist zulässig, wenn schriftlich darauf hingewiesen wird.
  • Fleischherkunft: In der Gastronomie muss das Herkunftsland von Fleisch schriftlich angegeben werden – am einfachsten direkt auf der Karte, etwa in einer Fusszeile.
  • Preise: Die Preisbekanntgabeverordnung (PBV) verlangt Preise in Franken inklusive MWST. Diese Angaben stehen in Ihrem PDF; das menuQR-Abo selbst wird in Euro abgerechnet.

Wer steckt hinter menuQR?

menuQR ist ein Online-Dienst aus Deutschland, entwickelt und betrieben von thinkrs (Inh. Robin Steppat). Betriebe in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz richten ihre digitale Speisekarte selbst ein – ohne Vor-Ort-Termin. Support gibt es per E-Mail an support@menuqr.codes.

Häufige Fragen

Ja. In allen drei Ländern dürfen Speisekarten digital angeboten werden. Pflichtangaben wie Allergene, Preise oder Herkunftsangaben müssen aber für alle Gäste zugänglich sein – auch für Gäste ohne Smartphone. Halten Sie daher eine Papierkarte auf Nachfrage oder eine dokumentierte mündliche Auskunft bereit.
Ja. menuQR ist ein Online-Dienst ohne regionale Einschränkung. Das Abo wird in Euro abgerechnet; auf Ihrer Speisekarte selbst können Sie jede Währung verwenden, zum Beispiel Schweizer Franken.
Wir veröffentlichen Stadtseiten nur, wenn wir dort konkrete, stadtspezifische Informationen bieten können – etwa zu typischen Betriebsformen, Saisons oder regionalen Besonderheiten. Für alle anderen Orte gelten die Länderregeln auf dieser Seite.
Nein. Sie laden Ihre bestehende PDF-Speisekarte hoch, menuQR erstellt daraus die digitale Menüseite. Länderspezifische Angaben wie Allergencodes, Fleischherkunft oder Preise in Franken bleiben so erhalten, wie sie im PDF stehen.

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Hinweise zu Rechtsvorschriften sind allgemeine Informationen (Stand: Oktober 2026) und keine Rechtsberatung.